2014-07-12

Zoom Nikkor Auto 43-86 mm f/3.5

Anfang der '60er Jahre waren Zoomobjektive gerade frisch auf dem Markt und auch Nikon versuchte sich hier. Das allererste Zoom allerdings war 1959 das Voigtländer Zoomar 36-82mm f/2.8. Nikon konterte zunächst mit zwei Tele-Zooms (85-250 f/4-4.5 und 200-600 f/9.5-10.5). 1961 wurde ein 35-80mm f/2.8-4 angekündigt, dann aber doch nicht gebaut. 1963 erschien dann, zunächst fest eingebaut in der Nikkorex Zoom, dieses Objektiv mit höchst seltsamen Brennweitenbereich. Während meiner aktiven Zeit als Nikon Amateur hat es mich nie angesprochen, als Sammler nun finde ich es durchaus interessant. Nach dem Fund der Nikkorex F habe ich mich auf dem Kameramarkt nach einem zeitgemäßen Objektiv umgeschaut. Das eigentliche Normalobjektiv Nikkor-H 50 mm f/2 war nicht zu bekommen, da habe ich mich für das Zoom hier entschieden. Ein paar Nikkorex F Fotografen dürften es in den 60ern in Kombination eingesetzt haben. 
Auch wenn Nikon es als Meilenstein lobt, ist das Objektiv nach Meinung einiger angeblich Nikon's schlechteste optische Konstruktion (siehe auch hier). Ob es letztendlich Nikon's Ruf geschadet hat, möchte ich bezweifeln. Nikon hat 1976 selbst gehandelt und die optische Konstruktion von 9 Elementen in 7 Gruppen auf 11 Elemente in 8 Gruppen grundlegend umgestellt und damit einige der optischen Schwächen behoben. 



2014-07-07

Nikkorex F

Diese Nikkorex ist sicher nicht meine Traum-Nikon, allerdings konnte ich beim letzten Kameramarkt nicht widerstehen, als sie mir für nur $25 angeboten wurde. Schon 1988 habe ich das Nikkorex Kapitel in Peter Braczko's Nikon Bibel verschlungen (wie auch den Rest des Buches) und damals angenommen, dass ich wohl niemals so ein Ding in die Hand bekommen würde. In der Tat ist sie Nikons seltenste SLR, wenn man von ein paar Sondermodellen absieht. Nur ca. 60,000 Stück (laut eigener Zählung) hat Nikon von Mamiya bauen lassen, die ganze Geschichte kann man in o.g. Buch oder diversen Web-Seiten (siehe Links unten) nachlesen. Aber Achtung: Nicht alles was da geschrieben steht, stimmt. Weder sind Teile dieser "Billig"-Nikon aus Plastik, noch sind statt eines Prismas Spiegel verbaut. Wer diesen Kamerabrocken mal selbst in der Hand gehalten hat, würde sowas nie schreiben. Das Gehäuse ist in der Tat größer als das der Nikon F und unten gezeigte Kombination mit dem zeitgemäßen 43-86 Zoom-Nikkor (für weitere $50) hängt mit 1,2 kg an der Schulter des Fotografen. Vielleicht ist das der Grund, warum an meinem Modell die rechte Gurtöse fehlt. Das ist aber auch der einzige Defekt, alles andere funktioniert und sogar die Zeiten scheinen zu stimmen. 


Die recht niedrige Seriennummer (Start bei 350001) und auch die Ausstattungsdetails lassen auf ein frühes Modell von 1962 schließen (siehe diesen Vergleich bei Richard DeStoutz). Wenn man die Nikkorex F mit anderen SLR aus der Zeit vergleicht (z.B. die super elegante Minolta SR-2 oder eine Pentax S3), dann wird schnell klar, warum sie kein Verkaufschlager wurde. Nikon hat dann auch schnell begriffen und 1965 mit der (selbst produzierten) Nikkormat den Grundstein für ihren Erfolg auch im Amateurmarkt gelegt.


Datenblatt Mechanische KB-Spiegelreflexkamera
Objektiv Nikon F Bajonett für Wechselobjektive, Standard war das Nikkor-H Auto 50 mm f/2
Verschluss Vertikal ablaufender Metalllamellenverschluss (Copal Square), 1s - 1/1000 s und B. Blitzsynchronisation 1/125s
Belichtungsmessungkeine, Aufsteck-Selenbelichtungsmesser als Zubehör
Fokussierung SLR, Mikroprismenmattscheibe mit Fresnellinse, nicht auswechelbar.
Sucher Spiegelreflex, Augenkorrekturlinsen als Zubehör.
Blitz Separate Synchronbuchsen für FP und X. Minimal 1/125s Synchronzeit. Aufsteck-Zubehörschuh als Zubehör verfügbar.
Filmtransport Schnellspannhebel, Bildzählwerk, Rückspulkurbel.
sonst. Ausstattung ISO-Gewinde für Drahtauslöser, Selbstauslöser (10 s), Filmmerkscheibe
Maße, Gewichtca. 153/102/52 mm, 790g (>1 kg mit 50mm f/2)
Batterie keine
Baujahr(e)1962-1964 (diese 1962), nur ca. 60.000 Exemplare
Kaufpreis, Wert heuteUS$ 110 (1962), heutiger Wert ca. US$50-100
LinksManual (english), Nikon Homepage, Richard de Stoutz, Camera-Wiki, Cameras in Malaysia, Cameraquest, Peter Lausch, Nikkorman, Niko van Dijk

2014-07-04

Japanese SLR production numbers. Part 5: Miranda

Not many know Miranda anymore today, but concerning Japanese SLR history they played quite a role. They've been the first to introduce a modern Pentaprism SLR on the Japanese market, and in the beginning they were a serious competitor to Asahi Pentax and Nippon Kogaku (Nikon), at least from the technical perspective. Technical details about their cameras and a little bit of history of the company can be found mainly in this two web-sites: www.mirandacamera.com and at pentax-slr.com. Both sites don't answer the question or at least give a hint, how many cameras Miranda produced. Except of some speculation in a forum there was not much to find to help me with my assessment. 
Fortunately, Miranda serial numbers are easy to find on (mostly e-bay) pictures and I could use my method to determine the production numbers of at least the majority of the models. I guess, the few types I was not able to find at least 4 or 5 different units have not been produced in a huge amount anyway. Here is my list and the corresponding best estimates:

Miranda … Comments Introd. Disc. Numbers produced
T, S, TII, ST Knob winder types 1955 1961 30,000 *
A, B, C, D, … early lever winders 1957 1962 70,000 *
F, Fv, G, … and similar 1963 1969 90,000 **
Sensomat 1969 1971 40,000 **
Sensomat RE 1971 1975 75,000 **
Sensomat RE II 1975 1975 20,000 **
TM (M42) Miranda, Soligor + Pallas TM 1969 1974 120,000 *
Automex I, II, and III 1960 1966 40,000 **
Sensorex incl. Sesorex C 1966 1972 160,000 ***
Sensorex II 1972 1975 60,000 ***
Sensorex EE incl. EE2 1971 1976 100,000 ***
DX-3 1975 1976 60,000 **
   *** high (+/- 5%), ** medium (+/- 15%), * low (+/- 25%) confidence level

In total Miranda produced 865,000 (+/- 15%) units and therefore much less than the Big Four I've assessed so far. This is no surprise as Miranda went bankrupt and out of business in 1976, where others just took off, number wise. However, while in the beginning their numbers were comparable to other producers, they missed out at the growth the early 60ies provided and never caught up. Beside other reasons described elsewhere the low production might be one reason for Miranda's demise.
The most popular single model is definitely the Sensorex, although smaller technical changes have been implemented during its production period. Out of the 120 cameras I used for my assessment 50 were Sensorex. As these 120 is not a huge number, every Miranda fan can contribute to make this here more accurate. Just drop a comment below including type and serial number and I'll be happy to update the numbers if needed.